Vollgas in Richtung Nirwana!

Verdammt, ich hänge in der Berichterstattung dermaßen hinterher, dass es keinen Sinn mehr macht ellenlange Berichte zu tippen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die letzten Wochen alles um mich herum schneller geworden ist, ich aber immer langsamer werde und alles auf mich eindrischt, als gäbe es kein morgen mehr. Egal, es sind noch knappe zwei Wochen hier und es steht jede Menge an, bzw. es ist noch vielmehr passiert. Darum hier eine Art „Wortfetzen“-Resümee der letzten beiden Wochen…

Grundschulzelten: 26. – 27. Februar, Gurgaon

männliche Begleitperson gesucht – Praktikant gefunden – außerhalb Delhis gelegen – schönes Farmhouse – Zelte aufbauen – Ausflug in botanischen Garten – geiles Anwesen – viele Blumen – noch mehr Bäume – gutes Essen – ca. 50 abdrehende Kids – Ochsenkarrenfahrt in ein Dorf – sehr ursprüngliche Zustände – kein Strom – Rückständigkeit – Besuch einer indischen Regelschule – Ochsenkarrenfahrt zurück – Abchillen im botanischen Garten – immernoch 50 durchdrehende Kids – Kamelreiten – Rückfahrt ins „Camp“ – Abendessen – Nachtwanderung – Herr Lieberodt´s ultrabrutale Gruselstory – unzählige verängstigte, aber jetzt ruhigere Kids – Lagerfeuer – Nachtruhe – Aufwachen nach 3h Schlaf – Abbau – Rückfahrt Schule – Duschen – Sachen wechseln – Fahrt zum Bahnhof…

Ranthambhore Nationalpark: 27. Februar – 01. März, Sawai Madhopur

6h Zugfahrt – Ankunft – dämliche Rickshawfahrer – Fahrt durch die Wüste Rahjasthans – Steckenbleiben – Anschieben – Meckern – Schwitzen – Dreck – Dunkelheit – Endlose Diskussionen und „Wüstendisco“ – Rettung durch Four-Wheeldrive – Ankunft im Basecamp – schicke Zelte – feudales Lebensgefühl – indisches Abendessen – Nachtruhe – 3h Schlaf – Aufstehen 5.30Uhr – Beginn Safari I – Eiseskälte – Dämmerung – viel Rotwild, Affen, Vögel – aufgehende Sonne – weniger Tiere – Pause – Ausflug in Dorf – Unmengen starrende Inder – Belagerung – Enge – Ausbruch durch Flucht – Kühles Bier ergattert – Entspannung – Sonne – Beginn Safari II – Krokodile, Vögel, Pfau – Anruf – Losrasen – Durchpreschen – Ankunft an unbekannter Stelle – chillender Tiger in der Sonne – totale Stille – sich ahlender Tiger – Ankunft Safaribus – Affentheater – Fotografiere – Gestaune – gähnender Tiger – diskutierende Inder – angewiderter Tiger – staunende Inder – aufsteheder Tiger – verschwindender Tiger – perplexe Parkbesucher – Rückfahrt zum Basecamp – tolles indisches Abendessen – Wein – Abchillen in der Abendsonne – Ruhe – lange Gespräche – Bett – Schlaf 4h – Weckerklingeln 6.30Uhr – Katerfrühstück – Beginn Safari III – ertragbarere Kälte – selbes Viehzeugs wie am Vortag – neu: wilder Leopard in riesiger Entfernung – Wow! – Staunen – Fotografieren – Weiterfahrt – Partysafari mit 6 Deutschen, von denen keiner still sein kann – Kreuzung – Staunen – Vollbremsung – Tiger 5m vor unserem Auto mitten auf der Straße – Totenstille – erste zaghafte Griffe nach Kameras – Tiger = Tigerin – schaut uns an – Zurückstarren – Feststellung: „Da liegt ein Tiger vor uns auf der Straße“ – Tiger: steht auf – läuft vor uns her – wir folgen – Staunen – Durchdrehende Fotofinger – überglückliche Safariteilnehmer – verschwindender Tiger im Gebüsch – totale Aufregung – Kaum Fassen-Können des Gesehenen – Weiterfahrt – angebende Tourguides bei vorbeifahrenden Safarigästen – überglückliche Deutsche – Pause – Aufbruch zum Hunter Fort – Aufstieg bei praller Mittagssonne – Wasserflasche vergessen – Scheisse – Selbst ist der Mann – Weiter aufwärts – Massen von Disteln, Stacheln und anderem blöden Grünzeugs – zerkratzte Beine und Arme – Schnauze voll – Ankunft Fort – Wahnsinnsblick auf den Nationalpark – total verwildertes Fort – abenteuerlustige 2 Michas – skeptische Kathrin – Tomb Raider / Indiana Jones – Session – Fotografieren – Abstieg – nervige Inderkids – Ankunft im Dorf – Trinken kaufen – Durst löschen – zurück zu den Anderen – Weiterfahrt – Safari IV – Unmengen an Wild – Affen – Krokodile – Rückfahrt Basecamp – schöner Tag – Chillung im Zeltlager – Prahlen mit Tigerfotos – Übertrumpftwerden vom Campinhaber mit noch geilere Aufnahmen – trotzdem zufrieden sei – Abendessen – Duschen – Tasche packen – Rückfahrt Bahnhof – gerade noch rechtzeitig ankommen – überrascht sein, dass der Zug mal pünktlich ist – Schlafabteil beziehen – Buch lesen – einschlafen – entsetzt aufwachen und feststellen, dass der Zug 30min zu früh am Ziel ist – Krempel zusammenpacken – aus dem Zug springen – Rickshaw zur Unterkunft – Duschen – Schulzeug packen – Arbeit…

…es folgt eine 5-tägige Wochenendunterbrechung, die im Volksmund auch „Werktage“ genannt werden…

Mumbai: 06. – 08. März

Freitag Mittag – Nachtischwettessen mit Kollegen – Aufbruch zum Bahnhof – Zug suchen und finden – Einsteigen – Abteil beziehen – 16h Zugfahrt fürchten – vollgefüttert werden vom Zugpersonal – endlos quatschen – Bett beziehen – lesen – Musik hören – einschlafen – 7h Schlaf (!!!) – aufwachen – frühstücken – fast platzen – ankommen – Taxi suchen – Besuch Haji Ali-Moschee – Teigtaschen essen – Durchfall bekommen – ärgern – Hotel suchen/finden – durch Mumbai schlendern – mit Heike und Rahul treffen – viel rumlaufen und im Café Leopold abhängen – zu viel gutes Essen – Taj Hotel bei Nacht anschauen – Aufruch zum Rooftop-Café – Abchillen in La Playa-ähnlicher Atmosphäre – gutes südindisches Essen – zurück zum Hotel – schlafen – Schlaf (8h!!!) – Aufstehen – Frühstück – Treffen mit dem Rest – Beginn Stadtrundfahrt – 4h tolle Plätze in Mumbai bestaunen – feststellen, dass Mumbai einfach mal ne krasse Stadt ist und so gar nicht das typische Indien repräsentiert – glücklich sein – noch mehr essen in einer Bäckerei – fast platzen – Einkaufsbummel – Pub-Besuch – Steak-Burger – noch voller werden – Aufruch zum Hotel – Taschen holen – Fahrt zum Flughafen – rechtzeitig ankommen – Einchecken – Rückflug nach Delhi – pünktlich in Delhi ankommen – zurück in Unterkunft – Einschlafen…

…es folgt eine weitere Wochenendunterbrechung in Länge von 2 „Werktagen“!

Holi: 11. März, indisches Fest der Farben

Feiertag – ausschlafen – Treffen mit den anderen – Vorfreude und Fahrt zur Farmhouse-Party – Ankommen nach guter Stunde Irrfahrt durch Delhi – Farbbegrüßung voll ins Gesicht – keine 3min sauber geblieben – Farb- und Wasserschlacht vom Feinsten – krass eingesaut – viel gegessen, getrunken, gefeiert, getanzt – ein/zwei Bhang zu viel (indischer Feiertagsmilchshake mit ordentlich Ganjaa!) – abgechillt weggetreten – Weiterfahrt zu anderer Farmhouse-Party – Feststellen, dass die erste Party viel geiler war – dreckig wie ein Schwein – total happy – Fahrt nach Hause – 2h unter der Dusche – immer noch net sauber – leicht abwesend ins Bett und bei Subway-Sandwiches Sonntagschillmusik gehört – eingeschlafen…

…wir betreten das Hier und Jetzt! Ich bin wieder voll da, war nie wirklich weg. Habe noch einen Tag Arbeit vor mir, dann Tag der offenen Tür. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Heute Abend ein Empfand mit Kurt Beck in der deutschen Botschaft – kostenloses Abendessen!!! Morgen Abend Abeschiedsessen mit Freunden… 🙂 Sonntag dann Tasche packen und ab auf die Andamanen, wo Oli wartet und wo 9 Tage einfach mal nix ansteht außer Schnorcheln und Seafood-Wettessen.

Die Tage sind fast gezählt und ich bin wenigstens wieder im Reinen was die Berichterstattung angeht. Bleiben noch die letzten Visumsorganisationen für Australien und das Zusammenpacken meines Hausrates nach 7 Monaten Indien.

Dauerstress – daher hier ein abruptes Ende. Nächster Eintrag dann am Samstag nach dem Tag der offenen Tür.

Bilder von Ranthambhore >>HIER<<

Bilder von Mumbai >>HIER<<

Es grüßt der Herr mit der grünen Brille!

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