Reif für die Insel(n)

Der Tag der offenen Tür ist Geschichte. Alle Projekte liefen einwandfrei über die Bühne und der Tag war ein voller Erfolg – sogar der momentane „Ersatzbotschafter“ der Bundesrepublik erschien nebst Gattin auf dem Gelände der DSND. Mein Projekt zum Thema „Fliegen“ im Naturwissenschaftenunterricht verlief ebenfalls einwandfrei – Resultat: ein abgehobener Heißluftballon, ein abgebrannter Ballon, ein außer Kontrolle geratener Solarzeppelin, unzählige Bruchlandungen mit dem R / C – Flieger und Massen von Papierfliegern aus dem Fliegercontest. Maximal erreichte Weite: 18m! Der Weltrekord aus Salt Lake City von 2006 beträgt knappe 60m – es bleibt also noch genügend Arbeit um diesen Rekord zu knacken! 🙂

Wie geht´s nun weiter? – Nachdem die letzten Wochen absolut krass schnell an mir vorbeigezogen sind und so ziemlich jeden Tag ein anderes Highlight ins Haus stand, bin ich nun am Ende meiner Kräfte angelangt – seit Mittwoch bin ich endgültig in Indien angekommen und es plagt mich ein Durchfall, wie ich ihn noch nicht erlebt hatte, hinzu kommen Magenkrämpfe und akuter Schlafmangel. Betrachtet man aber die letzten Wochen, so ist das nicht verwunderlich und schon gar nicht wundert mich mein gesundheitlicher Zustand – immerhin ist hier gerade so etwas wie Sommeranfang und einen richtigen Frühling gab es nie. Das heißt im Klartext „Bakterienschwemme und neue Keime“ überall. Selbst die abgewaschene Gabel im Luxusresaurant wird da zur akuten Keimzelle. Naja, und neben mir haben auch noch 4 andere Kollegen und Freunde das Problem mit dem „flotten Otto“ und dem Punkkonzert im Magen. Egal, es ist nahezu ausgestanden und ich bin auf dem besten Weg der Besserung.

Arbeit erledigt, Praktikum nahezu vobei. Wie weiter? – Morgen ist es dann endlich soweit. Es geht mal wieder in die Ferne. Für meinen „Finaltrip“ habe ich mir einen Ort herausgesucht, von dem ich vorher gar nicht so wirklich wußte, dass es ihn gibt – die Andamanen und Nikobaren – eine Inselgruppe im Bengalischen Meer und irgendwo zwischen Indien, Myanmar und Thailand gelegen und eigentlich so überhaupt nicht mehr Indien, wenn man die Ureinwohner betrachtet und die räumliche Lage in Betracht zieht. Ein Ort, an dem ich warscheinlich so schnell nicht wieder hinkommen werde und der mir genau deswegen eine Reise wert ist. Mit Oli habe ich mich bereits verabredet und der Bayer hat es tatsächlich schon geschafft in Port Blair einzuchecken. Mittlerweile hält er sich auf Havellock Island auf und hat „Dorf Nr. 5 “ bezogen. Mal schauen, ich werde wohl morgen auch erstmal dahinschauen und dann die Seele im türkisblauen Wasser bei schloweißen Sand mit „Kaltschale“ und Seafood baumeln lassen. Die Bilder sprechen auf jeden Fall für sich und ich bin jetzt schon total aus dem Häuschen, was mich morgen erwartet. Um 6 Uhr geht es los, über Kolkata nach Port Blair und von dort mit dem Schiff weiter nach Havellock (zu Dorf Nummer 5) 🙂 Mal schauen, wie weit ich es in den 9 Tagen schaffen werde. In jedem Fall ist mein großes Ziel Diglipur, ein Dort im Norden der Inselgruppen, wo es angeblich Ureinwohner gibt, die beim Rest der Inselgruppen als Kannibalen verrufen sind. Die Frauen der Onge haben so große „Gesäße“, dass es ihnen schwer fällt sich zu bücken bzw. sich hinzusetzen. Ich bin mal gespannt – einerseits auf einen „Mc Human“, andererseits auf Frauen mit Hintern, größer als der einer Sambatänzerin aus Rio! 🙂 (Yvonne, verzeih mir, aber das ist es mir wert… 🙂 )

Ich verabschiede mich also vom mehr oder minder „trauten“ Festland. Solltet ihr nie wieder etwas von mir hören, dann wisst ihr, dass ich im Kochtopf der Onge gelandet bin und man sich nun auf den Andamanen an einer Leipziger Lende versucht.

Hier noch wie versprochen ein paar Bilder der vergangenen Tage.

Bilder von den Holi-Feierlichkeiten >>HIER<<

Bilder vom Grundschulzelten >>HIER<<

Bilder vom rheinland-pfälzischen Delegationsempfang in der Botschaft >>HIER<<

Ich werde mich jetzt langsam auf den Weg in die deutsche Botschaft machen, wo angeblich der Pool schon eingelassen wurde… Es grüße aus dem 35 Grad warmen Delhi

Michael

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